Die Christengemeinschaft

Begründung

Die Begründung erfolgte am 16.September 1922 durch Friedrich Rittelmeyer und weitere 44 Begründer (evangelische Pfarrer, junge Theologen, Künstler) mit der Hilfe von Rudolf Steiner.
Sehr schnell erfolgten Gemeindegründungen in mehreren europäischen Ländern.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Christengemeinschaft verboten. Nacht 1945 erfolgten Neugründungen auf allen Kontinenten; weltweit bestehen etwa 300 Gemeinden.

In Österreich erfolgte die Gründung 1927; zur Zeit bestehen 7 Gemeinden (einschließlich der Filialen) in der Rechtsform einer staatlich eingetragenen Bekenntnisgemeinschaft. Sie umfassen etwa 500 Mitglieder.
Die Zahl der Menschen, die die Christengemeinschaft als Freunde unterstützen, bzw. ihr zugehörig sind, ist wesentlich größer, da nicht die Taufe, sondern ein freier Entschluss Erwachsener die Mitgliedschaft begründet.
Seit der Gründung besteht das Priestertum der Frau.

Die Gemeinde im 6. Wiener Gemeindebezirk, Mariahilfer Straße 49 liegt zwar in der frequentiertesten Einkaufsstraße Österreichs, allerdings im Hofbereich – eine Oase der Ruhe.
Die Gottesdienste finden üblicherweise Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag am Vormittag statt.
Alle Gemeindeveranstaltungen sind öffentlich: die Sakramentalen Handlungen, Gemeindeabende, Gesprächskreise, Kurse, Vorträge, Tagungen, Künstlerische Veranstaltungen, Jugend- und Seniorenarbeit, Feste.
Das aktuelle Programm finden Sie auf unserer Homepage.
Gäste sind stets willkommen!

Schwerpunkt des Glaubens

Mitglieder und Priester sind an keine Glaubenssätze und Lebensregeln gebunden.
Dies geschieht im Vertrauen auf die wachsende Einsicht des Menschen, der in sich das Göttliche erfahren und erkennen kann.
Die Christengemeinschaft versteht ihr eigenes Bekenntnis als eine Fortentwicklung der traditionellen christlichen Bekenntnisse.
Der Bezug zum Evangelium steht außer Frage. Gleichwohl setzt sie eigene Akzente.
So wird in der Taufe von der vorgeburtlichen Existenz des Menschen gesprochen. Auch für den Gedanken der Wiederverkörperung (Reinkarnation) ist die Christengemeinschaft offen, auch wenn dies nicht als „Glaubenssatz“ verbindlich ist.

Im Grunde ist die Identität der Christengemeinschaft in ihren sieben Sakramenten zu suchen:

  • „Menschenweihehandlung“ (Abendmahlsgottesdienst)
  • Taufe
  • Konfirmation
  • „Schicksalsberatung“ (Beichte, ohne Beichtpflicht)
  • Trauung
  • Priesterweihe
  • Heilige Ölung

Die Sakramentsteilnahme steht auch Nichtmitgliedern offen.

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch freiwillige Spenden, deren Höhe die Mitglieder und Freunde nach Notwendigkeit der Gemeinde und eigenen Möglichkeiten selber einschätzen.

 

Weitere Informationen unter www.christengemeinschaft.at